Die Taufpaten
In der katholischen Kirche soll dem Täufling ein Taufpate zur Seite stehen. Das Wort ‘Pate’ kommt aus dem Lateinischen von ‘pater spiritualis’ und bedeutet soviel wie ‘Mit-Vater im Geist’. Der Taufpate begleitet den Täufling während der Taufe und ist Zeuge der Spendung des Sakraments der Taufe.
Es handelt sich bei der Patenschaft um ein Ehrenamt, dass der Pate für den gesamten Lebensweg des Täuflings übernimmt. Der Taufpate muss
- selbst der römisch-katholischen Kirche angehören,
- mindestens 16 Jahre alt sein (also Taufe und Firmung bereits empfangen haben) und
- bereit sein, dieses Amt zu übernehmen.
Ein evangelischer Christ kann zusammen mit einem katholischen Paten die Taufpatenschaft übernehmen.

In der Regel wählen die Eltern oder Erziehungsberechtigten einen Paten für ihr Kind aus. Dabei sollte berücksichtigt werden, ob der Auserwählte auch geeignet ist – nicht nur die Voraussetzungen der Kirche sind dabei zu erfüllen:
- Geht der Pate ein Stück Weg mit unserem Kind gemeinsam?
- Wird er um Kontakt bemüht sein?
- Übernimmt er Verantwortung, wenn es nötig sein wird?
- Wie steht er zu Glaubensfragen? …
Während früher der Pate auch die Fürsorgepflicht für das Kind im Falle eines frühen Todes der Eltern übernommen hat, geht es heute hauptsächlich darum, die menschliche und religiöse Entwicklung des Kindes zu begleiten und eventuell die Eltern zu unterstützen.
Ein Taufpate sollte also nicht nur auf dem Papier existieren. Nutzen Sie die Gelegenheit und versuchen Sie wirklich, ihrem Kind einen Begleiter zur Seite zu stellen. Nicht die obligatorischen Geschenke zu Geburtstag und Weihnachten machen die Patenschaft aus, sondern das Gefühl einen Vertrauten zu haben. Fördern und ermöglichen Sie eine solche Beziehung!

