Weitere Symbole der Taufe



Neben der Taufkerze und dem Taufkleid spielen noch weitere Symbole während der Taufzeremonie eine Rolle:

Das Kreuzzeichen

Das Kreuzzeichen ist eine Bewegung und gleichzeitig ein Gebet. Mit den Fingern der rechten Hand wird ein Kreuz über sich selbst oder andere Personen gezeichent. Dabei wird zuerst die Stirn, dann die Brust, die linke Schulter und abschließend die rechte Schulter berührt. Der Ausführende spricht dabei die Worte: „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“
Somit wird das Taufbekenntnis erneuert und man stellt sich oder andere unter den Schutz des Kreuzes und der Dreifaltigkeit Gottes.
Bei der Taufe wird die Stirn des Täuflings von Priester, Eltern und Paten mit dem Kreuzzeichen versehen, als Zeichen für einen lebendigen Glauben.

weihwasserDas Weihwasser

Weihwasser besteht aus Wasser und Salz. Durch den Segen des Priesters wird es dann geweiht.
Das Wasser als Quell des Lebens, als Symbol des neuen Lebens diente schon immer zur Reinigung.
Das Salz, das früher sehr wertvoll und kostbar war, gibt zum einen Geschmack, zum anderen wird es zur Haltbarmachung verwendet.
Während der Tauffeier wird der Täufling mit Wasser aus dem Taufbecken übergossen. Der Priester spricht dabei: „N., ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“
Weihwasser wird hauptsächlich verwendet beim Betreten und Verlassen der Kirche, indem wir mit Weihwasser ein Kreuzzeichen machen. Einige Familien haben auch Weihwasser zu Hause und bekreuzigen sich oder ihr Kind damit, als Zeichen des Glaubens.

Das Chrisam

Chrisam kommt von griech. ‘chrisma’ = ‘Salböl’ und ‘christos’ = ‘der Gesalbte’. Es handelt sich dabei um ein Salböl, das in der römisch-katholischen Kirche für Salbungen verwendet wird. In der Regel ist es ein Olivenöl, das mit verschiedenen Duftstoffen im Geruch verfeinert wird.
Mit der Chrisamsalbung auf den Scheitel des Täuflings soll zum Ausdruck gebracht werden, dass Christus diesen Menschen auserwählt hat: er wird aufgenommen in das Volk Gottes und seine Würde und Persönlichkeit wird ausdrücklich bestätigt.

Der Effata-Ritus

Das Wort „Effata“ kommt aus dem Hebräischen und bedeutet: „Öffne dich!“ Nach dem Markus Evangelium (7,31-37) heilte Jesus einen Taubstummen, indem er die Worte „Effata“ sprach.
Mit dem Effata-Ritus während der Taufzeremonie soll der Täufling offen werden für die Worte und den Glauben an Gott. Der Priester berührt dabei Ohren und Mund des Täuflings und spricht „Effata!“

Die TaufurkundeIn den vielen Pfarrgemeinden erhält der Täufling nach der Taufe eine schön gestaltete Taufurkunde. Hier sind der Name des getauften Kindes, das Taufdatum sowie der Name der Gemeinde, in der das Kind die Taufe empfing, vermerkt. Manchmal ist noch der Namenspatron mit Bild und Namenstag auf der Urkunde zu finden. Eine schöne Erinnerung an diesen Tag!